Montevideo - Der uruguayische Schriftsteller und Journalist Eduardo Galeano ist im Alter von 74 Jahren in Montevideo gestorben. Galeano, der zu den wichtigsten Publizisten Lateinamerikas zählt, starb am Montag in einer Klinik, wie eine Verlagssprecherin der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Der Schriftsteller hatte sich aus gesundheitlichen Gründen in den letzten Monaten immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.

Galeano war als linksgerichteter Gesellschafts- und Globalisierungskritiker bekannt. In Europa wurde der Autor für sein 1971 veröffentlichtes Werk "Die offenen Adern Lateinamerikas" gefeiert, das die Geschichte und insbesondere die Kolonialherrschaften in Lateinamerika thematisiert.

Während der Militärdiktatur in den 70er und 80er Jahren wurde das Buch in seinem Heimatland verboten. Galeano war gezwungen im Exil in Argentinien und Spanien zu leben. 1985 kehrte er nach Uruguay zurück. 2012 erschien sein letztes Werk "Kinder der Tage" (Peter Hammer Verlag).