Frankfurt/Main - Im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres steht die Leseliste fest. Die Jury muss sich 167 Titel vornehmen. Diese Zahl von literarischen Neuerscheinungen haben insgesamt 110 Verlage eingereicht.

Noch nie seit Gründung des Preises vor zehn Jahren sei die Zahl der teilnehmenden Verlage so hoch gewesen, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt weiter mit.

Vertreten sind 80 Verlage aus Deutschland sowie jeweils 15 aus der Schweiz und Österreich. 90 Titel stammen aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 66 weitere werden im Herbst auf den Markt kommen. Elf sind bereits im vergangenen Herbst herausgekommen. Jeder Verlag kann maximal zwei Titel einreichen. Weitere Titel können jedoch der Jury empfohlen werden, die diese dann anfordern kann.

Der Deutsche Buchpreis, inzwischen wichtigste Auszeichnung der Branche, wird im Oktober zum Beginn der Frankfurter Buchmesse verliehen. Die Juroren küren den Sieger in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Dem Sieger winkt neben 25 000 Euro in der Regel auch ein Platz auf der Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr gewann Lutz Seiler den Preis für seinen auf Hiddensee spielenden DDR-Aussteigerroman "Kruso".

Die Jury wählte auf ihrer ersten Sitzung die freie Kritikerin Claudia Kramatschek zu ihrer Sprecherin. Das siebenköpfige Gremium wird jedes Jahr neu gewählt.