Berlin - Wolf Schneider will auch künftig noch Bücher schreiben, aber keines mehr über die deutsche Sprache. "Das Thema ist ausgereizt", sagte der Journalist und Autor der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seine Bücher wie "Wörter machen Leute" oder "Deutsch für Profis" gelten als Standardwerke.

Schneider, der am 7. Mai 90 Jahre alt wird, bewertet seinen positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung allerdings skeptisch: "Wenn ich lese, was heute so gedruckt wird, erkenne ich keinen Fortschritt." Sein Einfluss sei sicher größer als null gewesen. "Aber im großen Strom der deutschen Sprache bin ich doch wohl eher a fart in the whirlwind, wie die Amerikaner sagen, ein Furz im Wirbelwind."