Magdeburg - Der eingeschränkten Meinungsfreiheit in Vietnam und dem armenischen Massaker vor 100 Jahren widmet sich die deutsche Schriftstellervereinigung PEN bei ihrer Jahrestagung in Magdeburg (7. bis 10. Mai).

"Unsere Hauptaufgabe ist es, dass wir verfolgten Kollegen helfen", sagte PEN-Präsident Josef Haslinger der Deutschen Presse-Agentur. Dem "Writers-in-Exile"-Programm widme die Vereinigung einen großen Teil ihrer personellen und finanziellen Möglichkeiten. Zudem wird auf der Tagung ein neues Präsidium gewählt. Haslinger stellt sich nach zwei Jahren als Präsident seiner ersten Wiederwahl.

Mit Unterstützung der Bundesregierung könnten acht Autoren aus aller Welt für ein bis drei Jahre im Exil in Deutschland leben, sagte Haslinger. Sie kämen aus China, Vietnam, aber auch aus der Türkei. Wie stark die Meinungsfreiheit in Vietnam eingeschränkt ist, soll beim Auftakt der Tagung am Donnerstag deutlich gemacht werden. Dort werden auch die aktuellen Stipendiaten vorgestellt.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit rund 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die Abkürzung steht für Poets, Essayists, Novelists (Deutsch: Poeten, Essayisten, Romanciers).