Berlin - Persönlichkeit und Wirken des ersten Reichskanzlers Otto von Bismarck wurden seit dem 19. Jahrhundert in mehreren tausend Büchern gedeutet. Auch im Jubiläumsjahr 2015 reißt die Zahl der Neuerscheinungen nicht ab.

Beispiele:

- "Bismarck: der Wille zur Macht" (Propyläen)

Der frühere "Spiegel"-Redakteur Norbert Pötzl beleuchtet das Leben und die Politik des "Eisernen Kanzlers". Er sieht Bismarck als Mann mit Widersprüchen und einem unbeugsamen Willen zur Macht.

- "Bismarck: ein Preuße und sein Jahrhundert" (Beck)

Der Düsseldorfer Historiker Christoph Nonn ordnet Bismarck in die europäische Entwicklung seiner Zeit ein. Er beschreibt ihn als pragmatischen Konservativen und treuen Gefolgsmann seines Kaisers Wilhelm I.

- "Bismarck: Größe - Grenzen - Leistungen" (Klett-Cotta)

Der Passauer Geschichtsprofessor Hans-Christof Kraus beschreibt den Reichsgründer als Mann mit Licht- und Schattenseiten. Dabei verweist er auf Zeitgenossen und Gegenspieler, die wegen Bismarcks Nachruhm zu kurz kamen.

- "Bismarck: Der Monolith" (Osburg) In ihren "Reflexionen am Beginn des 21. Jahrhunderts" fragen der Bonner Politikwissenschaftler Tilman Mayer und weitere Autoren, inwieweit Bismarcks Erbe die politische Landschaft von heute beeinflusst hat. Wie betrifft es die Position Deutschlands in Europa? Was ist anderen zuzumuten?