Berlin - 1534 haben die Täufer in Münster die Macht an sich gerissen, weshalb die Stadt von den Truppen des Fürstbischofs belagert wird. In dieser Situation wird die findige Gauklertruppe von Emanuel Malitz vom Gutsbesitzer Everhard Clunsevoet gezwungen, seine Tochter Amalia aus den Fängen der Täufer zu befreien.

Unter Lebensgefahr dringen Emanuel und seine Freunde in die Stadt ein, um festzustellen, dass Amalia mittlerweile die Frau des Täuferkönigs geworden ist. Sie hecken einen raffinierten Plan aus, um das Mädchen zu entführen.

Michael Wilckes "Die Frau des Täuferkönigs" ist ein Schelmenroman, in dem weniger das historische Umfeld der Täuferbewegung im Mittelpunkt steht als eine Gruppe kleiner Gauner, die mit Witz und Pfiffigkeit die Widrigkeiten des Lebens meistert. Entsprechend darf man keine tiefen Einblicke in die religiöse Reformationsbewegung der Täufer erwarten. Die Geschichte ist einfach nur locker und unterhaltsam erzählt und bietet beste Unterhaltung.

Michael Wilcke: Die Frau des Täuferkönigs, Aufbau Verlag, Berlin, 390 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-7466-2997-1