Berlin Krimis über die Mafia gibt es zuhauf. Dass die italienische Gangsterorganisation auch Komödienpotenzial besitzt, zeigt der junge Stefano Piedimonte in seinem Roman "Im Namen des Onkels".

Ein Mafiaboss aus Neapel, genannt der Onkel, wurde verraten und musste untertauchen. Es gibt nur eine Möglichkeit, ihm den Namen des Verräters mitzuteilen. Da der Onkel jeden Tag die Fernsehsendung "Big Brother" gebannt verfolgt, muss ein Mafioso als Teilnehmer in die Sendung geschmuggelt werden. Allerdings fällt die Wahl auf den dümmlichen Anthony, der mit dieser Aufgabe restlos überfordert ist.

Piedamonte spielt genüsslich mit Klischees über Mafiosi wie "Peppino den Stinker" und ihre Methoden, die Rolle des Fernsehens in allen Teilen der Gesellschaft und naive Hoffnungen auf schnellen Ruhm.

- Stefano Piedimonte: Im Namen des Onkels. DuMont Buchverlag, 252 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8321-9716-2.