München - Ob im heimischen Trier oder auf Reisen in Pompeji - die meisten von uns sind schon einmal mit den immer noch beeindruckenden Resten einer römischen Stadt konfrontiert worden. Nach wie vor bewundern wir die riesigen Amphitheater oder Thermen.

Tatsächlich war die römische Stadt ein Erfolgsmodell, das, ausgehend von Rom, vielfach exportiert wurde. Der Archäologe Paul Zanker beschreibt in seinem knappen, aber informativen Buch, was den besonderen Charakter römischer Städte ausmachte. So konzipierten die gemeinhin als ausgesprochen pragmatisch geltenden Römer ihre Städte keineswegs nur nach praktischen, sondern durchaus auch nach ideologischen Gesichtspunkten.

Der Autor zeigt die Entwicklung römischer Städte von der Republik bis zur Kaiserzeit auf und stellt sechs verschiedene, recht unterschiedlich konzipierte Städte eingehender vor, darunter Ostia, Tarragona und Trier. Zahlreiche Zeichnungen, Fotos von Stadtmodellen und Abbildungen archäologischer Überreste veranschaulichen den Text.

- Paul Zanker: Die römische Stadt. Eine kurze Geschichte, C.H. Beck Verlag, München, 157 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-406-66248-5.