Reinbek - An der französischen Atlantikküste wird im Badeort Contis-Plage eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Kommissar Lucien Lefevre aus Bordeaux wird gegen seinen Willen zur Aufklärung in den beschaulichen Ort geschickt.

Voller Groll auf die "Provinzler" beginnt er mit den Ermittlungen und stellt bald fest, dass es hinter den Kulissen der Dorfgemeinschaft zahlreiche Konflikte gibt. Jeder verheimlicht etwas vor ihm und selbst die örtliche Gendarmerie scheint in dunkle Geschäfte verwickelt zu sein.

Julie Masson, gebürtige Französin, die seit Jahren in Deutschland lebt, hat mit "Pastis für den Commissaire" erkennbar einen Krimi für ein deutsches Lesepublikum geschrieben. Die Lebensgewohnheiten der Franzosen entsprechen genau dem Klischee, das man sich hierzulande von Leuten macht, deren Lebensinhalt vor allem das gute Essen und in diesem Fall ein Schluck Pastis ausmacht. Dennoch ist die Geschichte unterhaltsam geschrieben und wer sich an besagten Stereotypen nicht zu sehr stört, findet in dem Buch eine angenehme Sommerlektüre.

Julie Masson: Pastis für den Commissaire, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek, 320 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-23248-0