Berlin - Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Galiani Verlag Matthias Glaubrechts Buch über den britischen Naturforscher Alfred Russel Wallace (1823-1913). Es war die erste deutsche Biografie über den vergessenen Wissenschaftler, der fast zeitgleich mit Darwin das Evolutionsprinzip entdeckte.

Nun folgt der Expeditionsbericht des Forschers über seine "Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro". 1848 war Alfred Russel Wallace an den Amazonas aufgebrochen und gelangte dabei in Gegenden, die noch kein Europäer zuvor gesehen hatte. Bei der Beobachtung der Affen- und Schmetterlingsarten erhielt er erste Anregungen für seine Evolutionstheorie.

Doch bei einem Schiffsbrand auf dem Rückweg wurde ein Großteil seiner Aufzeichnungen und Expeditionsstücke vernichtet. Später rekonstruierte er seine Erinnerungen.

Der nun vorliegende Band zeigt Alfred Russel Wallace nicht nur als exakten Naturwissenschaftler, sondern auch als begabten, anschaulich schildernden Reiseschriftsteller. Seine Erlebnisse klingen noch heute abenteuerlich.

(Alfred Russel Wallace: Abenteuer am Amazonas und am Rio Negro, Galiani Verlag, Berlin, 624 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-86971-085-3)