Frankfurt am Main - Königin Konstanze von Sizilien (1154-1198) ist heute fast vergessen, dabei gehörte die Mutter des legendären Stauferkaisers Friedrich II. zu den bedeutendsten Herrscherinnen des Mittelalters.

Konstanzes Leben ist nicht nur ungewöhnlich gut dokumentiert, es war auch ausgesprochen abenteuerlich, reich an Wirrungen und Intrigen, an Glanz und Pracht. Eigentlich erstaunlich, dass sie nicht längst Gegenstand von Historienromanen geworden ist, dachte Sabine Weigand und hat das nun geändert.

"Das Buch der Königin" heißt ihr gut recherchierter und fesselnd geschriebener biografischer Roman, der zum Teil aus der Perspektive Konstanzes geschrieben ist. Um dem Ganzen einen Rahmen zu geben, hat sie den jungen Chronisten Gottfried erfunden, der das Leben der verehrten Königin dokumentiert. Konstanze, unglücklich mit dem kalten Machtpolitiker Kaiser Heinrich VI. von Hohenstaufen verheiratet, liebt heimlich den Kommandanten der Palastwache, Aziz. Diese Liebe ist zwar frei erfunden, doch ein bisschen Romantik darf in einem Roman schon sein.

- Sabine Weigand: Das Buch der Königin, Krüger Verlag, Frankfurt am Main, 464 Seiten, 19,99 Euro, ISBN 978-3-8105-2666-3.