Reinbek - Im Jahre 965 greift der Wikingerfürst Harald Graufell nach der Macht in Norwegen. Mit Bischof Poppo, der im Missionierungsauftrag des Bischofs von Hamburg handelt, und einer großen Armee macht er sich auf den Weg.

Nur Jarl Hakon, der den altnordischen Göttern anhängt, stellt sich der Übermacht in den Weg. Durch Verrat erleidet er eine schwere Niederlage und beginnt einen erbitterten Guerilla-Krieg gegen die christlichen Eroberer.

Inspiriert von den nordischen Sagas erzählt Axel S. Meyer in "Das weiße Gold des Nordens" einen epischen Kampf des Guten gegen das Böse. Den historischen Hintergrund bildet die allmähliche Staatswerdung in Skandinavien, bei der lokale Fürsten um die Vorherrschaft ringen.

Garniert mit einer spannenden Rahmenhandlung schildert der Autor kenntnisreich und detailliert diese Entwicklung. Die Figuren wirken lebensecht und psychologisch gut ausgearbeitet, so dass der Roman ein rundum gelungenes Lesevergnügen bietet.

- Axel S. Meyer: Das weiße Gold des Nordens. Rowohlt Verlag, Reinbek, 672 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-26714-7.