München - In Deutschland leben bis zu zwei Millionen Menschen, die Polen sind, Polnisch sprechen oder deren Eltern aus Polen stammen. Obwohl die Polen damit gleich nach den Türken die größte Migrantengruppe bilden, ist von ihnen in der Öffentlichkeit erstaunlich wenig die Rede.

Auch ist bisher noch keine übergreifende Geschichte der Polen in Deutschland geschrieben worden. Diese Lücke füllt nun Peter Oliver Loew mit seinem Buch "Wir Unsichtbaren. Geschichte der Polen in Deutschland". Der stellvertretende Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt beschreibt darin sehr anschaulich die jahrhundertelange enge Verzahnung zwischen Deutschen und Polen, beginnend mit den polnischen Prinzessinnen, die im Mittelalter deutsche Fürsten heirateten, über die polnischen Bergarbeiter, die ins Ruhrgebiet kamen bis zu den Migranten der Nachkriegszeit.

Vielen Deutschen könnten dabei die Polen geradezu als die perfekten Migranten erscheinen, denn sie integrieren sich dermaßen gut, dass sie fast unsichtbar werden.