Berlin - Zwei Menschen springen als Selbstmörder aus dem Fenster, ein Mann und ein kleines Mädchen verschwinden spurlos. Die Kommissarin Verena Irlenbusch hat alle Hände voll zu tun und ausgerechnet jetzt fällt ihre Kollegin Leo Ritte durch einen Unfall aus.

Der neue Kollege Christoph Todt entpuppt sich als ewig grantelnder Zeitgenosse, wodurch die Zusammenarbeit nicht leichter wird. Dennoch findet das ungleiche Paar bald Zusammenhänge zwischen den Fällen. Die Spur weist auf einen tragischen Unglücksfall hin, der sich 40 Jahre zuvor ereignete.

Elke Pistors Kriminalroman "Vergessen", Auftakt einer neuen Serie, bietet solide Krimikost, die leidlich unterhält. Das Bemühen, den Figuren mit ihren Problemen menschliche Tiefe zu verleihen, wirkt etwas konstruiert und spricht den Leser nicht wirklich an. Die Personenkonstellation mit den sich ständig streitenden Protagonisten, die sich schlussendlich doch näherkommen, ist vorhersehbar. Fazit: Ein Buch, das leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

- Elke Pistor: Vergessen, Ullstein Verlag, Berlin, 304 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-28610-5.