Frankfurt am Main - Mit "Das Rosie-Projekt" landete der Australier Graeme Simsion einen Mega-Seller. Kaum erstaunlich, dass das Buch um den Genetik-Professor und Organisationsfanatiker Don Tillman nun auch verfilmt wird. Mittlerweile hat Simsion nachgelegt.

"Der Rosie-Effekt" schließt direkt an das Vorgängerbuch an. Tillman-Fans erinnern sich: Obwohl der Professor versucht hatte, auf möglichst strategische Art mittels Fragebogen eine Ehefrau zu finden, landete er ausgerechnet bei der chaotischen, eigentlich völlig inkompatiblen Rosie.

Im aktuellen Buch ist das ungleiche Paar glücklich verheiratet und erwartet ein Kind. Tillmans durchgetaktetes Leben gerät dadurch in eine Krise. Zumal noch andere Probleme auf ihn warten, wie die Ehe seines Freunds Gene in Ordnung zu bringen. Die verschraubte und verkopfte Sprache, die das Erfolgsgeheimnis des Vorgängerbuchs ausmachte, findet man auch hier wieder. Nur läuft sich der Gag inzwischen tot. Wenn jede neue Person erst einmal mit ihrem Body-Mass-Index vorgestellt wird, wirkt der Witz nur noch ermüdend.

- Graeme Simsion: Der Rosie-Effekt, 448 Seiten, 18,99 Euro, ISBN 978-3-8105-2258-0.