Berlin Zwei ungleiche Männer stehen im Mittelpunkt von "Die rechte Hand des Teufels", dem äußerst spannenden Debütroman des Amerikaners Kim Zupan.

Der eine ist Polizist im bergigen Bundesstaat Montana, spezialisiert darauf, in der Einöde verschwundene Menschen und ihre Spuren zu finden. Der andere ist ein alt gewordener Auftragskiller, der weiß, wie man Menschen verschwinden lässt. Während der Mörder im Gefängnis auf seinen Prozess wartet, soll ihm der Polizist während seiner Nachtschichten seine Geheimnisse entlocken.

In den Stunden, die die beiden nur durch ein Gitter getrennt miteinander verbringen, entspinnt sich ein Psychoduell, das an das berühmte "Schweigen der Lämmer" erinnert. Dabei finden die Männer heraus, dass sie in ihrer jeweiligen Einsamkeit viel gemein haben. Zugleich belauern sie einander, stets bereit, den anderen trotz aller vermeintlichen Nähe auszuschalten.

- Kim Zupan: Die rechte Hand des Teufels. Knaur Verlag, München, 328 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-51515-0.