Berlin - Dass Bud Spencer das Essen liebt, sieht man ihm ja schon an. Weniger bekannt ist dagegen die philosophische Neigung des schwergewichtigen Schauspielers ("Vier Fäuste für ein Halleluja"). In dem Buch "Ich esse, also bin ich" verbindet der inzwischen 85-jährige Italiener beides feinsinnig miteinander.

Im Gegensatz zu seinen früheren Büchern tritt der autobiographische Aspekt hier zurück. Im Vordergrund stehen vielmehr seine - natürlich fiktiven - Gespräche mit verschiedenen Philosophen. Ob Descartes, Machiavelli, Konfuzius oder Voltaire, sie alle verwickelt er in Unterhaltungen, bei denen es keineswegs nur um geistige Nahrung, sondern auch um handfeste sinnliche Genüsse geht.

Dem einen serviert er eine köstliche Lasagne, dem anderen versüßt er mit einem typischen neapolitanischen Gebäck das philosophische Gemüt. Passenderweise werden die Rezepte gleich mitgeliefert. Ein originelles Buch nicht nur für Bud Spencer-Fans, sondern für alle, die gerne essen und denken.

- Bud Spencer: Ich esse, also bin ich. Mangio ergo sum - meine Philosophie des Essens, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 264 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-86265-432-1