Berlin - Mit einer grausigen Szene lässt Nicole Neubauer ihren ersten Roman "Kellerkind" beginnen: Eine erfolgreiche Münchner Anwältin wird in ihrer Wohnung mit durchschnittener Kehle gefunden.

Als die Polizei das Haus nach Spuren durchsucht, entdecken die Ermittler im Keller einen zutiefst verstörten Vierzehnjährigen, der sich an nichts erinnern kann, dessen Hände aber voller Blut sind. Niemand kann wirklich etwas Genaueres über das Mordopfer sagen, noch nicht einmal ihre vermeintlich beste Freundin.

Nicole Neubauer verwendet viel Zeit darauf, die Ermittler mit ihren Eigenheiten vorzustellen und die schwierigen und teils verwirrenden Ermittlungen zu beschreiben. Die kurzen Passagen, in die der Text gegliedert ist, bringt Schwung in die Erzählung, auch wenn die Aufklärung bisweilen etwas schneller vor sich gehen könnte.

- Nicole Neubauer: Kellerkind. Blanvalet Verlag, München, 414 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-442-38337-5.