Berlin - Jette Eiden kommt aus Kanada nach Lübeck, um ihren Großvater kennenzulernen. Kurz nach ihrer Ankunft wird vor ihren Augen eine Buchhändlerin auf dem Lübecker Bahnhof erschossen. Ihr Großvater Kurt, selbst Polizist, darf die Ermittlungen nicht aufnehmen, da er degradiert worden ist.

Jette lässt der Mord jedoch keine Ruhe und so machen sich Jette und Kurt zusammen mit ein paar Freunden auf, der Sache auf den Grund zu gehen.

In Christiane Güths Krimi "Lübecker Blut" geht es vor allem um den allerdings nicht allzu ernst genommenen Konflikt zwischen unterschiedlichen Generationen und Lebensauffassungen. Hier der knurrige Großvater, der es gewohnt ist alleine und nach seinen eigenen Regeln zu leben. Demgegenüber die lebenslustige junge Kanadierin, die die lockeren Umgangsformen der Nordamerikaner mitbringt und Opas Leben durcheinander bringt. Die Krimihandlung peppt das Buch noch mit etwas Spannung auf und heraus kommt ein unterhaltender, kurzweiliger Roman.

- Christiane Güth: Lübecker Blut, Ullstein Verlag, Berlin, 288 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-548-28619-8.