Hamburg - Pieter Posthumus ist bei der Stadt Amsterdam für die einsamen Toten zuständig und sorgt dafür, dass sie ein menschenwürdiges Begräbnis erhalten, wenn er keine Angehörigen finden kann.

Als der Leichnam eines jungen Marokkaners in einer Gracht gefunden wird, gerät Posthumus bei seinen Nachforschungen in die Immigrantenszene und die sozialen Brennpunkte der Stadt. Steht der Tote mit einer konspirativen, islamistischen Zelle in Verbindung? Welche Rolle spielt hierbei der holländische Geheimdienst?

"Das Büro der einsamen Toten" von Britta Bolt ist Auftakt einer Trilogie um Pieter Posthumus. Der Roman ist eine Liebeserklärung an die Stadt Amsterdam, aber nicht im Sinne der oft oberflächlichen, in Urlaubsregionen handelnden Tourismus-Krimis. Mit viel Gespür werden vielmehr die gesellschaftlichen Probleme der Stadt, namentlich die der Einwanderer, geschildert. Ohne anzuklagen ist das zentrale Thema die Verführbarkeit junger Muslime der zweiten Generation durch islamistische Rattenfänger.

- Britta Bolt: Das Büro der einsamen Toten, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 384 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-455-40528-6.