Berlin In einer Kleinstadt im tiefsten Süden der USA hat Greg Iles seinen ebenso spannenden wie tiefsinnigen Roman "Natchez Burning" angesiedelt.

Der Bürgermeister des Ortes, ein ehemaliger Anwalt, will seinen Vater vor dem Gefängnis bewahren. Bei seinen Recherchen stößt der Bürgermeister auf ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Stadt. Sein Vater soll den Tod einer Frau zu verantworten haben, deren Bruder in den 60er Jahren als Bürgerrechtler ermordet wurde. Die damals schuldigen Rassisten leben noch und versuchen mit allen Mitteln, die Aufklärung früherer und jetziger Verbrechen zu verhindern und so die rassistischen Traditionen zu bewahren, die diese Region seit über 200 Jahren geprägt haben.

Iles webt ein dichtes Netz aus Thrillerhandlung, historischer Forschung und Gesellschaftskritik. Diese brisante Mischung sorgt für 1000 überzeugende Seiten.

- Greg Iles: Natchez Burning. Verlag Rütten und Loening, Berlin, 1008 Seiten, 22,99 Euro, ISBN 978-3-352-00681-4.