Berlin Romane mit ungewöhnlichen Kriminalfällen sind die Spezialität der Österreicherin Ursula Poznanski. In "Stimmen", ihrem dritten Roman um die Salzburger Polizistin Beatrice Kaspary, muss die Kripo eine Mordserie in einem psychiatrischen Krankenhaus aufklären.

Einen besonderen Reiz bekommt der Fall dadurch, dass die Einzige, die mehr zu wissen scheint, eine Patientin ist, die mit ihrer Umwelt nicht kommuniziert. Aber niemand weiß, was die Frau tatsächlich von ihrer Umwelt mitbekommt. Die Polizisten versuchen auf immer neuen Wegen, Informationen zu bekommen, müssen aber immer wieder feststellen, dass sie bei den Patienten in einer eigenen Welt ermitteln, in der alles möglich und nichts überprüfbar ist. Poznanski gibt dem Fall zahlreiche überraschende Wendungen, die die Handlung spannend halten.

Ursula Poznanski: Stimmen. Wunderlich Verlag, Hamburg, 440 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8052-5062-7