Hamburg - Einmal installieren, nie wieder vor Viren und Hackern fürchten: Teure Sicherheits-Suiten für den Computer versprechen Computernutzern sicheres Surfen und Arbeiten. Wirklich guten Schutz bieten nach einem aktuellen Test aber nicht alle Programme.

Umfangreiche Sicherheits-Suiten zum Schutz des Computers vor Viren und anderen Schädlingen kosten um die 50 Euro. Guten Schutz gibt es für dieses Geld aber nicht bei allen Programmen. Darauf weist die Zeitschrift "Computerbild" (Ausgabe 4/2015) hin, die acht aktuelle Software-Pakete getestet hat. Die Note "gut" gab es dabei nur für drei Kandidaten, drei andere Programme erhielten lediglich ein "ausreichend".

Schwächen zeigten die Letztplatzierten nicht nur beim Schutz vor aktuellen Viren. Vergleichsweise häufig scheiterten die Programme auch daran, ältere Schädlinge zu erkennen. Und auch der versprochene Extraschutz beim Onlinebanking funktionierte oft nur schlecht.

Wenig Unterschiede fanden die Tester bei der Bedienung: Sie ist den Angaben nach bei allen Kandidaten etwas umständlich. Unnötig ausgebremst wird der Rechner den Angaben nach durch keine der Security-Suiten. Selbst im schlimmsten Fall war die zusätzliche Rechenbelastung durch die ständig laufende Gefahrenabwehr nur leicht spürbar.

Auf den ersten drei Plätzen liegen die aktuellen Security-Suiten von Kaspersky (Internet Security 2015), G Data (Internet Security) und Norton (Security). Sie schützen den Computer den Angaben nach nicht nur zuverlässig vor Schädlingen, sondern überwachen auch das heimische Netzwerk, etwa gegen gezielte Angriffe von fremden Computern.

Kleine Schwächen müssen Nutzer aber auch hier in Kauf nehmen: So gaben ansonsten gute Programme zum Beispiel unverständliche Warnmeldungen aus. Und Extras wie eine Kindersicherung oder ein Passwort-Manager gehören auch bei "guten" Security-Suiten nicht zur Standardausstattung.