Köln - Klopft, brummt oder piepst das Netzteil, ist das ziemlich nervig. Nutzer sollten allerdings keinesfalls selber aktiv werden und Reparaturversuche starten. Häufig hilft schon ein simpler Trick gegen die Brummtöne.

Wenn Ladegeräte oder Netzteile für Elektrogeräte anfangen zu brummen, piepsen oder klopfen, sind die Nutzer schnell genervt. Keinesfalls sollten sie jedoch versuchen, das Gerät aufzuschrauben oder die Geräusche durch Dämmung oder andere Aktionen abzustellen, warnt der TÜV Rheinland. In den meisten Fällen reiche es schon aus, das Gerät einmal umzupolen - es also aus der Steckdose zu ziehen, und mit umgedrehten Kontakten wieder einzustecken. Hilft auch das nicht, sollte man im Zweifelsfall einen Fachmann zurateziehen.

Grund für brummende und piepsende Ladestecker sind häufig Schwingungen durch Magnetfelder in leitenden Bauteilen der Platinen. Sie werden durch die Frequenz des Wechselstroms hervorgerufen, erklärt der TÜV. Eine Gefahr gehe davon in der Regel nicht aus. Wird das Ladegerät allerdings heiß oder riecht streng, sollte man es aus der Steckdose ziehen, rät Ralf Diekmann, Produktsicherheitsexperte des TÜV. Dann könnte sich beispielsweise Staub angesammelt haben. Doch auch hier gilt: Nicht selber tätig werden. "Die Geräte sind heute so konstruiert, dass eine Selbstreparatur nicht möglich ist", sagt Diekmann.

Nimmt man beispielsweise ein defektes USB-Ladegerät für Smartphones außer Betrieb, kann in der Regel jedes andere USB-Netzteil als Ersatz benutzt werden. Da ältere Netzteile aber teilweise über eine höhere Spannung verfügen, sollte man im Zweifel die Ausgangsspannung prüfen. Sie ist auf dem Gerät angegeben. Bei nicht standardisierten Netzteilen sind allerdings grundsätzlich die Geräte der Hersteller zu benutzen, rät der TÜV. Andere Netzteile könnten nämlich höhere Spannung abgeben, was zu Schäden am Elektrogerät führen kann. Geprüfte und für sicher befundene Netzteile erkennen Verbraucher am "GS - Geprüfte Sicherheit"- oder dem "Bauart geprüft"-Siegel.