Düsseldorf - Rückläufer, Vorführgeräte und Geräte mit Transportschäden landen häufig als sogenannte B-Ware im Onlinehandel. Hier können Verbraucher Geld sparen, sollten aber besonders aufpassen.

Beim Einkaufen im Netz haben Verbraucher häufig die Wahl, ob sie statt zu einem neuen Produkt zu sogenannter B-Ware greifen. Dabei handelt es sich um Ware mit Transportschäden, Vorführgeräte oder Rücksendungen aus dem Onlinehandel. Sie wird meist zu niedrigeren Preisen angeboten. Dabei ist aber Vorsicht geboten, warnt die Verbraucherzentrale NRW, die Angebote in zehn Technik-Shops getestet hat. Denn sowohl beim Preis als auch bei Versand und Gewährleistung gelten mitunter andere Regeln als bei Neuware.

Im Schnitt kostet B-Ware rund 20 Prozent weniger als vergleichbare Neuware, so die Erfahrung der Verbraucherschützer. Jedoch kann sich dieser Preisvorteil schnell relativieren. Je nach Anbieter fällt die Ersparnis unterschiedlich hoch aus. Zwischen 27 und 7,4 Prozent Rabatt gab es. Und wer trotz vermeintlicher Schnäppchenpreise nicht mit anderen Anbietern vergleicht, kann für B-Ware sogar mehr zahlen als für ein neues Gerät - bei jedem siebten Vergleich fanden die Verbraucherschützer günstigere Neuware. Auch andere Versandbedingungen können den Preis wieder nach oben treiben. Einige Anbieter liefern zwar Neuware kostenlos, für B-Ware wurden aber Versandkosten fällig.

Auch bei der Gewährleistung gelten mitunter andere Regeln. Während bei Neuware zwei Jahre der Standard sind, kann sie bei B-Ware auf ein Jahr reduziert werden. In sechs der zehn Onlineshops machten die Anbieter von diesem Recht Gebrauch. Eine Sache ändert sich aber auch beim Kauf von Vorführgeräten Ware mit kleinen Fehlern nicht: Kunden haben nach wie vor 14 Tage Widerrufsrecht und können die Ware an den Händler zurückschicken.