München - Gute Kameras sind alles andere als günstig. Richtig teuer wird die Fotoausrüstung aber erst mit Zubehör wie einem Aufsteckblitz. Ein Test zeigt: Wer mit ein paar Einschränkungen leben kann, bekommt für relativ wenig Geld schon gute Geräte.

Für einen ordentlichen Aufsteckblitz müssen Fotografen keine Unsummen investieren. Auch Einsteigergeräte bieten unkomplizierte Bedienung und ordentliche Leistung. Das berichtet die Zeitschrift "Colorfoto" (Ausgabe 2/2015) nach einem Test von zehn Modellen für 70 bis 370 Euro. In dieser Preisklasse sparen die Hersteller allerdings an der Ausstattung: Ein Display gibt es zum Beispiel nur bei wenigen Kandidaten. Viele Modelle lassen sich außerdem nur senkrecht kippen, aber nicht waagerecht drehen.

Auch Zusatzfunktionen für anspruchsvolle Fotografen gibt es bei günstigeren Aufsteckblitzen nur selten. Ein sogenannter Stroboskopblitz für Bilder mit langen Belichtungszeiten lässt sich damit zum Beispiel nur selten abfeuern. Auch ein Modellierlicht, mit dem der Nutzer die Schärfentiefe richtig einstellen kann, bieten nur drei der zehn Testgeräte. Auf separate Standfüße oder Fernauslöser müssen Käufer in der Regel ebenfalls verzichten.

In Sachen Ausstattung kommen selbst die besten Kandidaten im Test daher nur auf 12 von 20 möglichen Punkten, die meisten liegen sogar unter 10. In der Kategorie Bedienung und Ausstattung erreichen manche Aufsteckblitze dagegen fast die volle Punktzahl. Bei den Messergebnissen reicht es in den meisten Fällen immerhin für mehr als 40 Punkte, maximal waren hier 60 möglich.

Die meisten Punkte gab es im Test für den Mecablitz 44 AF-1 digital von Metz, den Di700 von Nissin sowie Samsungs ED-SEF-42A, die für 150 bis 210 Euro in den Läden stehen. Beim Kauf eines Aufsteckblitzes sollten Verbraucher allerdings nicht nur auf Preis und Leistung achten - wichtig ist vor allem, dass der Blitz auch zur Kamera passt. Manche Modelle passen nur zu Kameras eines Herstellers oder einer Bauart. Andere sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, arbeiten mit bestimmten Kameras aber besser zusammen als mit anderen.