Berlin - Flachbildfernseher werden immer größer, die Displays immer besser. Doch was ist mit platzsparenden Modellen für kleine Wohnungen? In einem aktuellen Test machen viele Geräte keine gute Figur. Die Kleinen schwächeln bei Bild und Ton.

Ruckelndes Bild und dünner Klang - bei der Fußballübertragung im Fernsehen sorgt das leicht für Frustration. Wer viele Sportsendungen oder Actionfilme mit schnellen Bewegungen im TV anschaut, sollte deswegen keinen zu kleinen Fernseher wählen. Von zwölf durch Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 2/2015) getesteten Modellen mit Bildschirmdiagonalen zwischen 54 und 70 Zentimetern haben nur drei die Note "befriedigend" erhalten.

Besonders bei schnellen Kameraschwenks und Bildwechseln lieferten die Testgeräte bis auf wenige Ausnahmen keine überzeugenden Ergebnisse. Auch der Ton klang häufig dünn oder verfälscht. Full-HD-Auflösung gab es nur in vier von zwölf Fällen. Das Urteil der Tester: Die meisten der kleinen Flachbildfernseher eignen sich höchstens als Zweitgerät oder für Nutzer, die Fernsehen nur als Nebensache betrachten.

Qualität ist auch im Segment der kleinen TV-Geräte vor allem eine Frage des Preises. Testsieger wurde der Metz Linea 26 LED (circa 700 Euro) vor den Samsung-Modellen UE22H5670 (gute Bildqualität, schwacher Ton) und UE28H4000 (rund 250 bis 270 Euro). Trotzdem erhielten auch sie nur die Note "befriedigend".

Wer aber aus Platz- oder Budgetgründen zu einem kleinen Modell greift, kann einiges tun, um mehr aus seinem Fernseher herauszuholen. Über die Optimierung der Bildeinstellungen, kann die Anzeige verbessert werden. Die
Stiftung Warentest gibt auf ihrer Webseite Tipps, wie sich Sättigung, Helligkeit, Kontrast und Farbabstufungen beeinflussen lassen. Aktivlautsprecher oder Funkkopfhörer helfen gegen schlappen Ton aus schwachbrüstigen TV-Boxen.