Magdeburg (ad). Auf der Internetseite www.lostart.de werden wahrscheinlich bald weitere Bilder aus dem Fundus von Cornelius Gurlitt veröffentlicht. Das sagte der Chef der Koordinierungsstelle Magdeburg, Michael Franz, im Interview mit der Volksstimme. Derzeit sind 442 Bilder des Schwabinger Kunstfundes in der Internet-Datenbank sichtbar. Die Koordinierungsstelle Magdeburg, die auch die Datenbank betreut, wartet auf weitere Meldungen der Staatsanwaltschaft Augsburg, die mit dem Fall betraut ist. "Die Arbeiten zum Schwabinger Kunstfund sind mithin noch nicht abgeschlossen", so Franz im Interview.

Bei den 442 bisher veröffentlichten Werken besteht ein begründeter Verdacht, dass es sich um NS-Raubkunst handelt. Nach dem Bekanntwerden des Fundes im November des vergangenen Jahres war das weltweite Interesse zwischenzeitlich so groß, dass die Internetserver der Koordinierungsstelle streikten. "Bei fünf Millionen Seitenaufrufen am Tag war der Server am Ende seiner Kapazität", sagte Franz.