Über Peter Maffay

Maffay wurde 1949 im rumänischen Siebenbürgen geboren. Als 13-Jähriger wanderte er mit seinen Eltern nach Deutschland aus.

1964 gründete er seine erste Band. Fünf Jahre später wurde er entdeckt und brachte kurz darauf die Single "Du" heraus. Auftritte in der ZDF-Hitparade machten ihn in Deutschland bekannt. Ende der 1970er begann Maffays Wandel vom Schlagersänger zum Deutschrocker.

Bekannt ist er auch als Miterfinder der Märchenfigur Tabaluga.

Außerdem engagiert er sich in der Peter-Maffay-Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche und ist Schirmherr der Tabaluga-Kinderstiftung, die sich um traumatisierte Kinder kümmert.

Peter Maffay lebt heute mit seiner vierten Ehefrau und seinem Sohn im bayerischen Tutzing und auf Mallorca.

Peter Maffay darf sich jetzt erfolgreichster deutscher Chartkünstler aller Zeiten nennen. Mit "Wenn das so ist" hat er sein 16. Nummer-Eins-Album abgeliefert - das ist Rekord. Am Rande eines Besuchs beim Radiosender SAW sprach er mit Volksstimme-Redakteurin Elisa Sowieja über den Erfolg und ein Konzert, das er auf dem Brocken spielt.

Volksstimme: Sie stehen jetzt zum 16. Mal an der Spitze der deutschen Albumcharts. Ist das für Sie überhaupt noch etwas Besonderes?
Peter Maffay: Das ist ein Hammer, und zwar jedes Mal aufs Neue. Es sind sehr viele tolle Sachen auf dem Musikmarkt. Man muss nur gucken, wer gerade in den Charts unterwegs ist. In der vergangenen Woche zum Beispiel stand bei den Alben Bruce Springsteen auf Platz eins. Da ist es eine super Geschichte, wenn man auf dem Markt durchpiekst.

"Im Moment denke ich überhaupt nicht an Rockerrente."

Volksstimme: Ist das Durchpieksen heute einfacher oder schwieriger als vor 40 Jahren?
Maffay: Weder das eine noch das andere. Wenn ich das falsche Album mache, dann ist es immer sehr schwer.

Volksstimme: Wie schaffen Sie es, immer wieder das richtige Album zu machen?
Maffay: Ich bin nicht der einzige, der zielt. Auch die Band spielt da eine wichtige Rolle. Wir hinterfragen uns, unsere Ziele und Befindlichkeiten immer wieder neu. Und wir schielen bewusst nicht darauf, was auf dem Markt momentan aktuell ist.

Volksstimme: Am 25. März spielen Sie ein Konzert für ausgewählte Radiohörer auf dem Brocken - Ihr erster Auftritt bei dünner Luft?
Maffay: Ich habe sogar einmal auf 2800 Metern Höhe gesungen, und zwar in Österreich. Da fängt man schon an zu japsen, und die hohen Töne sind schwierig zu singen. Auf dem Brocken dürfte aber eher etwas anderes ein Problem sein: die tiefen Temperaturen.

Volksstimme: Für solche außergewöhnlichen Konzerte ist es sicher wichtig, fit zu sein.
Maffay: Ich rauche nicht und trinke keinen Alkohol. Außerdem mache ich viel Sport: Radfahren zum Beispiel und Hanteltraining in meiner kleinen Folterkammer zu Hause. Nur joggen gehe ich nicht - das finde ich stinklangweilig.

Volksstimme: Mal abgesehen von der Höhenlage: Wie sehr merken Sie Unterschiede zwischen den Orten, an denen Sie spielen?
Maffay: Beim Publikum bemerke ich zwischen den Städten keine Unterschiede. Es gibt immer zwei Gruppen: Die eine sind die Fans, die von Anfang an bei meinen Konzerten dabei sind, sie mögen die älteren Songs sehr. Die andere sind diejenigen, die jetzt dazuwachsen und besonders das Neue gern hören.

Volksstimme: Und Sie sehen jedem Besucher an, zu welcher Gruppe er gehört?
Maffay: Auf jeden Fall mache ich die Augen bei jedem meiner Konzerte ganz weit auf. Denn egal, wo ich bin: Es gibt überall sehr schöne Sachen zu sehen.

Volksstimme: In diesem Jahr werden Sie 65 Jahre alt. Trotzdem gehen Sie 2015 auf Tour und stecken viel Zeit in das Engagement für benachteiligte Kinder. Wann beginnt bei Ihnen die Phase, in der Sie nur noch Enten füttern im Park?
Maffay: Ich habe keine Ahnung. Im Moment jedenfalls denke ich überhaupt nicht an Rockerrente.

Karten für das Peter-Maffay-Konzert am 25. März im Brockenwirt gibt es nicht zu kaufen, sondern nur zu gewinnen. Ab Montag werden bei Radio SAW 100 Mal zwei Tickets verlost. Gewinnen kann man im laufenden Programm und im Internet auf www.radiosaw.de.