Magdeburg l Mit der weltbekannten Filmmusik "Conquest of Paradise" und optisch unter einer bewegten Laserstrahlkuppel wurden die Fahnen aus den sieben teilnehmenden Nationen in die bis fast auf den letzten Platz gefüllte Getec-Arena effektvoll hereingetragen.

Drei Stunden (fast) nonstop dargebotene Live-Militär- und Blasmusik: Die Zuschauer waren am Sonnabend schnell in den Bann dieser rhythmusbetonten Klänge gezogen.

Ihnen bot sich außerdem durchgängig ein bezauberndes Bild farbiger fantasiereicher Uniformen und Kostüme. Jedes der hochrangigen Orchester aus Europa, wie auch China und Neuseeland, brillierte mit bemerkenswert meisterlichem Spiel der Instrumente und einem bestens abgestimmten, nicht selten mit kleinen neckischen Einlagen gewürztem Zusammenwirken.

Kurzweilige Musikpräsentation

Formationen lösten sich, fügten sich in oft gegenläufigen Bewegungen zu neuen zusammen, grafikähnliche Bildkompositionen waren zu erleben. Ein- und ausgerückt sind die Orchester durch eine den Berliner Reichstag darstellende Kulisse.

Diese unterhaltsame und letztendlich kurzweilige Musikpräsentation lebte vor allem von Vielfältigkeit, Kontrasten und der Internationalität. Die in einzelne Beiträge stimmig integrierten Tanzsequenzen von Cheerleadern und klassischen Choreografien gaben einen Schuss zusätzlicher Farbigkeit.

Dass dieses ungemein professionell "gestrickte" Arrangement mit den besten und mit spürbarer Spielfreude agierenden internationalen Musikformationen durchaus auch humorvoll sein kann, bewiesen die bulgarische Guardsmen Representative Brass Wind Band und das ukrainische Militärorchester Tschernigow mit einem konzertant ausgeführten "Schlagabtausch".

Tenöre Serhii Cheban, Valerii Zadorozhnyi und Hennadii Koriahin

Einen musikalischen und visuellen Kontrast setzten die aus Neuseeland angereisten Highland Dance Company Celtic Pipe Band, die mit Dudelsack und Trommlern sowie einer 12-köpfigen Tanzformation die Zuschauer begeisterten.

Die Blaskapelle aus dem allgäuischem Bad Bayersoien, ein Laienorchester, entführte die Gäste von der See in die Berge und "bediente" sehr eindrucksvoll das Bayern-Klischee: Lederhosen und Dirndl, Peitschenknaller und Holzhacker...

Mit von der Partie waren die Tenöre Serhii Cheban, Valerii Zadorozhnyi und Hennadii Koriahin. Im Finale sangen sie gemeinsam mit der Sopranistin Iryna Popudrenko "You raise me up". Die Gesangssolisten wurden begleitet vom aus etwa 400 Musikern gebildeten Orchester aller Kapellen.

Zum traditionellen Abschluss, so Moderator Björn Gehrmann, gehöre der "Radetzky-Marsch". Hier spielte das Groß-Orchester zum rhythmischen Beifall der Gäste.