Schönebeck (fm) l Fünf Jahre Planungssicherheit, das verspricht der gestern zwischen der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie und dem Land Sachsen-Anhalt unterzeichnete Kooperationsvertrag. Er sieht eine Förderung des 25-köpfigen Ensembles in Höhe von rund 350.000 Euro durch das Land vor. Gesellschafter des Orchesters ist der Salzlandkreis.

Zur Vertragsunterzeichnung war Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) nach Schönebeck gekommen. Er sagte, dass es eine fünfjährige Laufzeit, wie sie auch mit anderen kulturellen Einrichtungen und Trägern abgeschlossen wird, noch nicht gegeben habe. Trotz der vom Land beschlossenen "Strukturveränderungen" gebe es unter dem Strich mehr Geld für die Kultur, hob der Ressortchef hervor.

Das Land stelle 100 Millionen Euro für die Kulturförderung zur Verfügung. Rund 30 Millionen davon würden für Theater und Orchester aufgewendet. Nutznießer der Gesamtsumme seien auch Stiftungen, der Bereich Denkmalpflege und Archäologie sowie Musikschulen und die Jugendbildung. Nicht zu vergessen seien Jubiläen in Sachsen-Anhalt (Cranach, Luther, Bauhaus).

"Kein Standort wird geschlossen", sagte der Minister. Angesprochen auf die drohenden Spartenschließeungen am Anhaltischen Theater Dessau, verwies er auf dort aufgelaufene Defizite. Deshalb müsse die Stadt als Träger handeln. "Das Land gibt einen Zuschuss, so wie es auch hier in Schönebeck der Fall ist", so Dorgerloh.

Er sowie der Vorsitzende des Kulturauschusses im Landtag, Gunnar Schellenberger (CDU), sagte der Kulturetat sei erhöht und nicht abgesenkt worden. Zudem sei dieser Fonds nicht gedeckelt. "Wenn die Not groß ist, könne zusätzlich geholfen werden", sagte Schellenberger. Auf die Frage, woher das Geld dann komme, entgegnete er: "Aus dem Gesamthaushalt."