Leipzig (dpa) l Zur Leipziger Buchmesse ist Vielfalt angesagt. Fachbesucher sollen ebenso auf ihre Kosten kommen wie Krimi- und Comic-Fans. Und der Auftritt des Gastlandes Schweiz erlangt einen unerwartet politischen Anstrich.

Zur Leipziger Buchmesse und dem dazugehörigen Lesefestival "Leipzig liest" geben sich namhafte Autoren aus dem In- und Ausland die Ehre. Internationale Stars wie Zadie Smith und Margaret Atwood haben sich ebenso angekündigt wie deutschsprachige Autoren wie Clemens J. Setz, Jens Sparschuh oder Martin Mosebach, sagte Buchmessen-Chef Oliver Zille in Leipzig. Für Krimi-Fans haben Simon Beckett, Arne Dahl oder Martin Suter ihre Werke im Gepäck.

Die Leipziger Buchmesse geht vom 13. bis zum 16. März. Gastland der nach Frankfurt zweitgrößten deutschen Bücherschau ist in diesem Jahr die Schweiz, die mit mehr als 80 Autoren vertreten ist. "Wir wollen Leipzig als Bühne nutzen", sagte Dani Landolf, Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes (SBVV).

Zudem wolle man sich als weltoffenes Land präsentieren, sagte er mit Blick auf das Votum der Schweizer für eine Begrenzung der Zuwanderung. "Die Schweiz lebt wirtschaftlich wie kulturell von den Einwanderern." Insofern sei der Ausgang der Volksabstimmung "für die meisten in der Kulturwelt ein Schlag ins Gesicht gewesen", betonte Landolf.

Noch etwas gewachsen im Vergleich zu 2013 ist Europas größtes Lesefestival "Leipzig liest". 3000 Autoren und Mitwirkende werden nach Messeangaben zu 3200 Veranstaltungen erwartet. Die Zahl der quer über die Stadt verteilten Orte für Lesungen, Poetry Slams und Vorträge kletterte von 365 auf 410. Die Messe und "Leipzig liest" wollten Literaturfreunde auf einer emotionalen Ebene erreichen, sagte Zille.

Ein Novum in diesem Jahr ist eine eigene Veranstaltung für die große Besuchergruppe der Manga- und Comic-Fans. Für die "Manga-Comic-Convention" wurde die Halle 1 der Messe reserviert.

www.leipziger-buchmesse.de

   

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