Augsburg (dpa) l Nach mehr als zwei Jahren erhält der Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt seine Bilder zurück. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hob die Beschlagnahme am Mittwoch auf und gab die Werke frei. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens hätten sich neue Erkenntnisse ergeben, hieß es zur Begründung.

Die rechtliche Situation sei neu bewertet worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. "Zu den neuen Erkenntnissen gehört auch die Vereinbarung vom 7. April 2014, derzufolge die Taskforce, die im Wege der Amtshilfe auch für die Staatsanwaltschaft Augsburg tätig ist, ihre Recherchearbeit ungehindert fortsetzen kann", sagte Sprecher Matthias Nickolai.

Am 7. April hatten Gurlitt und seine Anwälte einen Vertrag mit der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern unterschrieben. Gurlitt erklärte sich darin bereit, seine Sammlung auch nach dem Ende der Beschlagnahme von Experten untersuchen zu lassen und unter Nazi-Raubkunstverdacht stehende Werke gegebenenfalls zurückzugeben. Die Staatsanwaltschaft hatte die Bilder am 28. Februar 2012 aus Gurlitts Wohnung beschlagnahmt.