Magdeburg l Lothar Bölck und Hans-Günther Pölitz sind zornig. Den täglichen Wahnsinn der politischen Krieger auf allen Ebenen wollen sie in ihrem neuen Kabarett-Programm der "Magdeburger Zwickmühle" mit dem Titel "Über Kimme und Zorn" der Lächerlichkeit preisgeben. Premiere ist am 3. Juni auf der "Zwickmühlen"-Bühne in der Leiterstraße.

Es dürfte hier und da ein bitteres Lachen werden, vielleicht bleibt es manchmal auch im Halse stecken, aber der Spaß geht dabei nicht verloren, versprechen die beiden Protagonisten. Aber sie sind sich auch sicher, dass der Ton schärfer wird, denn die Welt tanzt auf einem Pulverfass wie einst vor 100 Jahren.

Regieanweisungen von Regina Pölitz

14 Vorstellungen sind bis zur Sommerpause geplant, und bei den geheimnisvollen Ankündigungen von Überraschungen, die das Publikum an-, aber auch aufregen sollen, dürften es bei dem zu erwartenden Andrang mit Sicherheit noch mehr werden.

Das aktuelle Geschehen in der Ukraine wird ebenso wie das hilflose Agieren der Europäischen Union, allen voran Deutschland, natürlich beim kämpferischen Dialog zwischen Kolja und Heinz (sprich Cheinz) im Mittelpunkt stehen. Die beiden sind inzwischen Kultfiguren, ähnlich der lediglich medial aufregenden Männerfreundschaft zwischen Gerhard und Wladimir Wladimirowitsch.

Inwieweit Lothar Bölck und Hans-Günther Pölitz begnadete Sänger sind, weiß Regina Pölitz am besten, denn sie hat die schwierige Aufgabe übernommen, ihre Regieanweisungen bei den zornigen Herren durchzusetzen. Nicht einfach, aber lösbar, lässt sie verlauten und freut sich schon auf die Musik- und Gesangseinlagen, an denen derzeit fleißig gefeilt wird. Musikalische Adaptionen bekannter Titel mit satirisch-bissigen Texten sind zu erwarten. Nicht fehlen dürfen natürlich die Klassiker, die bekanntlich zu allem was Grundsätzliches zu sagen haben, denn alles war schon mal da.

Spielraum für beißende politische Satire

"Goethe Schiller sind Vergangenheit. Heckler Koch die Zukunft?" fragen die Kabarettisten und ergänzen, dass der Lauf des Lebens auf uns gerichtet sei.

Da lässt der Titel "Über Kimme und Zorn" natürlich eine Menge Spielraum für beißende politische Satire, weshalb es sich empfiehlt, rechtzeitig der Kartenknappheit entgegenzuwirken.