Magdeburg l Sie sind die vielleicht unbekannteste bekannte Band des Ostens. Doch nur zwei Worte reichen, um sie zu erkennen: Kling Klang. Ihr größter Hit ist für Keimzeit bis heute eine Art Erkennungsmelodie, dabei geht ihr Schaffen weit über diesen eingängigen Song hinaus. Seit mehr als 30 Jahren machen die Brandenburger inzwischen Musik. Früher eine reine Familienband, sind aus der Urspungsbesetzung heute noch Sänger Norbert Leisegang und sein Bruder und Bassist Hartmut geblieben.

Doch der Qualität der Texte und Melodien haben diese Wechsel nicht geschadet. Jetzt ist die neue CD "Zusammen" erschienen, die Keimzeit gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg aufgenommen haben. Und obwohl ein Großteil der Lieder bekannt ist (einschließlich "Kling Klang"), bietet diese Zusammenarbeit ganz neue Akzente.

Denn hier erzählen nicht nur die Texte wie gewohnt wunderbare Geschichten, auch die Melodien tun es. Das Zusammenspiel der Musiker ist aus einem Guss. Weder Keimzeit, noch das Orchester drängen in den Vordergrund. Sie geben sich respektvollen Raum zu wirken. Das funktioniert bei den fröhlichen Stücken wie "Zweiundzwanzig" eben so gut, wie bei der wunderbaren Ballade "Valentinstagsblumen". Mal ist es die Stimme, die klingt, mal Pauken, Trompeten und Klavier.

Mit ihrer Zusammenarbeit zeigen Keimzeit, dass sie trotz der vielen Jahrzehnte im Geschäft voller Leidenschaft und Lust auf Neues sind. Auch wenn sie bis heute behaupten: "Und wie ich überleg\', was ich denn wirklich kann, seh\' ich, dass ich zu nichts taug".