Dresden (dpa) l Das Dresdner Stadtmuseum zeigt vom morgigen Sonnabend an eine Schau mit Positionen britischer Künstler zu Kriegsgewalt und Konflikten, Frieden und Versöhnung. Aus Anlass des Gedenkens an den Ersten und den Zweiten Weltkrieg in diesem Jahr nimmt sie Bezug auf die Konflikte des 20./21. Jahrhunderts. "Im Kreuzfeuer" (bis 5. Oktober) wurde vom The Herbert Art Gallery Museum in Coventry konzipiert und dort 2013 erstmals gezeigt.

Die unter Schirmherrschaft des britischen Botschafters stehende Schau vereint Arbeiten namhafter britischer Künstler wie Bob Barron, kennardphillipps, Matthew Picton, John Keane und John Piper aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Drei der insgesamt rund 70 Gemälde, Grafiken, Fotografien und Collagen stammen von Streetart-Künstler Banksy, der seine Identität geheim hält und Statements gern an Hauswänden hinterlässt.

Seine Drucke des nackten Vietnamesen-Mädchens zwischen Mickey Mouse und Ronald McDonald ("Napalm"/2004) und der Soldaten als Straßenkünstler ("CND Soldiers"/2005) sowie das auf Leinwand gesprühte, eine Bombe umarmende Mädchen ("Bomb Hugger"/2002) stammen aus Privatbesitz. Das Spektrum aller gezeigten Werke reicht von einer Notiz aus Yoko Onos "Anleitung zum Frieden", mit der die Witwe von John Lennon in Coventry aufforderte, "gemeinsam Liebe wachsen zu lassen" bis zum überdimensionalen Triptychon von kennardphillipps.

Zeitlich spannt sich der Bogen von der Lithographie eines Panzerfahrzeugs bis zum Foto einer Heckenschützenmauer in einem Vorort von Jerusalem, die auf israelischer Seite mit einer Ansicht ohne die palästinensischen Häuser dahinter bemalt wurde. Der Rundgang führt auch an 3-D-Bildern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Städte Dresden und Coventry - gefertigt aus Partituren von Richard Wagner und Benjamin Britten vorbei.