München (dpa) l Eine Show-Idee für das Ideenland Deutschland: Vox bringt eine neue Existenzgründer-Show ins deutsche Fernsehen. Am 19. August startet "Die Höhle der Löwen". Acht Folgen lang zeigt der Sender Existenzgründer, die Unternehmer wie Öger-Tours-Gründer Vural Öger oder den Event-Experten Jochen Schweizer von ihrer Idee überzeugen und dazu bewegen müssen, in ihre Firma zu investieren. Dafür inszenieren sich die millionenschweren Firmenchefs im Vorspann entsprechend martialisch. Schließlich sind sie die Löwen. Beim Verkaufsgespräch dann sitzen die fünf wie eine bedrohliche Bank vor den Jungunternehmern. "Das Leben unserer Kandidaten kann sich schlagartig verändern", sagt Moderator Amiaz Habtu - "aber nur, wenn sie gut vorbereitet sind und einen oder mehrere Löwen überzeugen." Dann nämlich kommt es zum Deal: Die erfolgreichen Unternehmer geben Geld, die jungen Firmenanteile.

In der ersten Folge versuchen zwei junge Studenten, ihre Portemonnaies und Tablet-Hüllen aus Recycling-Material an den Mann oder die Frau zu bringen, zwei Kölner wollen mit einem Süßigkeiten-Catering punkten und eine junge Biologin stellt Klamotten und Kosmetikprodukte aus Kuhmilch her. 500 000 Euro will sie dafür von den "Löwen" haben. Ein Dresdner Erfinder wirbt für einen Diebstahlschutz für das Auto. Er gibt unumwunden zu, sich auf die Präsentation nicht vorbereitet zu haben.

Man muss daran glauben, es schaffen zu können

Es sind natürlich auch diese kleinen voyeuristischen Episoden, eine gewisse Lust am Scheitern anderer und reine Schadenfreude, die einen Teil des Reizes des Formates ausmachen. Ein Vorführen der Kandidaten, wie bei diversen Casting-Formaten üblich, gibt es aber nicht - auch wenn die "Löwen" keinen Zweifel daran lassen, dass sie an eine Revolution des Paketmarktes oder ein neues Bier nicht unbedingt glauben. "Manchmal haben Erfinder ein Problem, dass sie sich auf eine Idee so versteifen", sagt "Löwin" Judith Williams, die ihr Geld mit Shopping-Fernsehen verdient, in der Sendung. Und das sind längst nicht die deutlichsten Worte, die in der Show für die ein oder andere Idee fallen.

Der "Glaube, dass man es schaffen kann", sei der wichtigste Erfolgsfaktor für junge Unternehmer, sagte Schweizer bei der ersten Präsentation der Sendung in München. Sein Rat: "Früher aufstehen, schneller denken." Und: "Im Grunde geht es doch nur darum, einmal mehr aufzustehen, als man hingefallen ist."

Die Show ist die deutsche Version eines erfolgreichen Formates, das 2005 in Großbritannien unter dem Namen "Dragons` Den" (Drachennest) startete und in den USA "Shark Tank" hieß - Haifischbecken.