Hamburg (dpa) l Volker Lechtenbrink hat sein Comeback als Sänger gefeiert: Nach 25 Jahren sang der Schauspieler am Donnerstagabend im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater wieder seine berühmten Hits. Bei der Premiere von "Leben, so wie ich es mag" über sein eigenes Leben präsentierte der Allround-Künstler Klassiker wie "Ich mag" und "Irgendwann", aber auch nachdenkliche Stücke wie "Keiner gewinnt" oder "Sonntagmorgen".

Zusammen mit Roland Renner ließ der 70-Jährige mit einem Augenzwinkern und viel Selbstironie Stationen aus seinem Leben Revue passieren. Das Zwei-Personen-Stück mit kleiner Band hat seine älteste Tochter Saskia Ehlers für ihn geschrieben. Am Ende gab es langanhaltenden Applaus im Stehen für den Publikumsliebling.

"Auf die richtige Mischung kommt es an", resümiert Lechtenbrink als Penner auf der Bühne, der sein eigenes Comeback plant. "Meine alten Lieder soll ich singen, die trauen sich was!" Schnell trommelt er seine alten Bandmitglieder zusammen, um in einer alten Lagerhalle im Hafen zu proben.

Roland Renner, mit dem Lechtenbrink besonders gerne zusammenspielt, gibt den Gegenpart. Mal als abgehalfterter Kritiker, der in einem Buch "die ganze Wahrheit" ans Licht bringen will, mal als "Herr A." für Alkohol, der Lechtenbrink immer wieder in Versuchung führt, als aufdringlicher Fan oder als Kollege, der nicht glauben kann, dass er so abgestürzt ist. Lechtenbrink lässt seine beispiellose Karriere wieder aufleben: Mit Cowboy-Hemd, Sonnenbrille und Zigarette singt er "Der Macher", der Titel seiner erfolgreichen Debüt-Platte von 1976. Aber auch die Schattenseiten des Ruhms werden nicht ausgelassen.

Auf einer Videoleinwand ist er in seinen zahlreichen Bühnenrollen zu sehen: Als Prinz von Homburg, des Teufels General, Bleichenwang in "Was ihr wollt" bis zu seinen jüngsten Rollen als US-Präsident Richard Nixon, als Mentor und als König Lear bei den Bad Hersfelder Festspielen.