Meißen (dpa) l 40 Jahre lang spielte es eine Hauptrolle in den Kinderzimmern zwischen Ostsee und Erzgebirge. Zwei Museen in Ost und West rücken nun parallel Spielzeug aus der DDR wieder ins Licht. Es stammt vom Sammler Eric Palitzsch aus Rabenau bei Dresden.

Das Stadtmuseum in Meißen zeigt ab Mittwoch bis zum 22. Februar einen Querschnitt aus seiner Sammlung, wie Museumsleiterin Martina Fischer am Montag sagte. Die Exponate aus der Zeit von 1949 bis 1989 geben Einblick in vier Jahrzehnte Spielzeug- und Wirtschaftsgeschichte.

Fischer wünscht sich, dass die Ausstellung Erinnerungen weckt. Der Fundus von Palitzsch umfasst nach dessen Angaben mehr als 4000 Objekte, darunter Handspielpuppen, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Brettspiele und Indianerfiguren. "Das Zubehör macht die Sammlung besonders reizvoll", sagt die Museumschefin. Dazu gehörten Originalverpackungen, Spielanleitungen, Kassenzettel, Garantiescheine und Werbekataloge.

Der 41-Jährige aus Rabenau sammelt seit seinem 15. Lebensjahr Spielsachen aus DDR-Produktion. In Meißen zeigt er gleich zehn Puppenstuben mit Inneneinrichtung aus verschiedenen Epochen. Die kleinen Häuser hat er entlang einer Straße in Szene gesetzt - mit vielen Details wie Tankstelle sowie Modellautos vom Typ Robur, Wartburg und Wolga.

Das Spielzeugmuseum in Nürnberg zeigt vom 21. November bis zum 1. März einen Teil der Sammlung von Palitzsch. Die Ausstellung "made in GDR" beleuchtet etwa den Export von DDR-Spielzeug.