Magdeburg (dpa/gs) l Halberstädter Achtklässler sind für ihr Buch über eine lokale Sage mit dem Jugendkulturpreis Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden. Die Klasse 8b der Reinhard-Lakomy-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung in Halberstadt verfasste das Buch zur Sage "Das blutende Schwert an der Liebfrauenkirche" und erhielt dafür den ersten Preis samt 2500 Euro, wie das Kultusministerium am Montag in Magdeburg mitteilte.

Die Kinder hatten mehrfach die Halberstädter Liebfrauenkirche besucht und sich intensiv mit der Sage auseinandergesetzt. Dann wurden Skizzen angefertigt, die die Kinder auf Papier übertrugen. Dabei hätten sie künstlerische Kenntnisse erworben, die für diese Kinder nicht selbstverständlich sind, heißt es in der Begründung. Die Schüler schrieben Texte, fertigten Linolschnitte an und bauten ihr Buch selbstständig.

Der mit 2000 Euro dotierte zweite Preis ging an Schulschreiber der Magdeburger Grundschule "An der Klosterwuhne" für ein vom Friedrich-Bödecker-Kreis unterstütztes Buchprojekt. Der Band "Der größte Regenbogen der Welt" enthält Gedichte und Geschichten , die Schüler der dritten und vierten Klasse innerhalb eines Schuljahres aufgeschrieben haben, sowie selbstgemalte Illustrationen.

29 Kinder des Hortes "Am Heiderand" in Halle bekamen für ihr Trickfilmprojekt "Die Flügel breiten" den dritten Preis und 1000 Euro. Das Vorhaben wurde zusammen mit bildungsbenachteiligten und lernbehinderten Kindern verwirklicht.

Außerdem gab es zwei Förderpreise und einen Sonderpreis, die jeweils mit 500 Euro dotiert waren, sowie zehn mit je 100 Euro verbundene Anerkennungen. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) überreichte die Auszeichnungen bei einer Festveranstaltung in den Magdeburger Oli-Lichtspielen.

Zum diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto "ReBellen" wurden 62 Beiträge von rund 450 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eingereicht. Der Preis wird seit 1997 jährlich verliehen. Die Wettbewerbe organisiert die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung.