Quedlinburg (dpa) l Großes Geschenk für die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg: Das Land hat aus privater Hand einen Feininger-Druckstock gekauft und leiht diesen dauerhaft an das Museum aus. Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) übergab das Werk "Gelbe Dorfkirche 3" am Donnerstag in Quedlinburg an Direktor Michael Freitag.

Für ihn sei das Exponat aus dem Jahr 1930 ein "Sahnehäubchen", sagte Freitag. Der Druckstock ist eine Art Holzbrett, in das Feininger das Motiv eines Gotteshauses geschnitzt habe.

Über den Ankaufspreis und den früheren Besitzer sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Erste Kontakte habe es im Sommer dieses Jahres gegeben, sagte Freitag.

Im Bestand der Galerie in der Unesco-Welterbestadt im Harz befinden sich bereits eine Original-Grafik von diesem Druckstock aus dem Jahr 1931 und ein Nachdruck von 1978. Alle drei Stücke werden Freitag zufolge künftig nebeneinander präsentiert. "Das ist wie ein kleines Lehrkabinett", sagte er. Freitag sprach von einer "äußersten Rarität" und "großen Kostbarkeit". "Dieses Werk ist eine konzeptionelle Bereicherung für das Haus, das ich Stück für Stück zu einem Museum für grafische Künste ausbauen werde."

Die Galerie in Quedlinburg ist nach dem deutsch-amerikanischen Maler und Grafiker Lyonel Feininger (1871-1956) benannt. Sie wurde 1986 eröffnet und 2006 der Stiftung Moritzburg in Halle zugeordnet. Seit Januar 2014 gehört sie zur Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.