Weißenfels (epd) l Die "Zeit"-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hilft dem Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels (Burgenlandkreis) mit einer Übergangsfinanzierung von 20000 Euro. Damit seien die Weiterführung des Museums und seiner Veranstaltungen zunächst bis Ende des Jahres gesichert, teilte die Einrichtung mit. Dazu stünden noch Fördermittelbescheide des Landes und des Landkreises aus. Die Stiftung wolle mit der Förderung bewusst machen, dass Weißenfels "eine der wichtigsten Musikergedenkstätten in Deutschland besitzt, die national wie international wahrgenommen wird", hieß es.

Das Museum hatte zu Jahresbeginn auf ein Defizit von 20000 Euro verwiesen, das nach Angaben der Einrichtung aus der Einführung des Mindestlohnes resultierte. Dadurch fehlten die Mittel zur Bezahlung von vier geringfügig beschäftigten Mitarbeitern.

Das Museum wurde im Oktober 1985 zum 400. Geburtstag des Hof- und Kirchenmusikers Heinrich Schütz (1585-1672) eröffnet. Die Einrichtung ist das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten, der dort sein bedeutendes Alterswerk schuf. Das Schütz-Haus gehört zu den kulturellen Gedächtnisorten von besonderer nationaler Bedeutung im Blaubuch der Bundesregierung. 2012 wurde das Haus nach zweijähriger umfangreicher Sanierung wiedereröffnet.