Essen (dpa) l Ein Stückchen Grimme-Preis geht in diesem Jahr auch nach Sachsen-Anhalt. Der auch in der Börderstadt Wanzleben gedrehte ARD-Film "Bornholmer Straße" erhält einen der Preise für vorbildliches Qualitätsfernsehen in Deutschland.

ARD, ZDF und Co. räumten in diesem Jahr alle zwölf Auszeichnungen ab. Lediglich der private britische Kanal Channel 4 kam in einer Co-Produktion mit dem ZDF und Arte in "Die Kinder von Aleppo" mit zum Zuge.

Durchsetzen konnten sich unter 65 Nominierten auch die ARD-Filme "Der Fall Bruckner" und "Altersglühen - Speed Dating für Senioren". Der "Tatort" ist wieder dabei - mit der Folge "Im Schmerz geboren".

Von den Sendungen und Akteuren des Privatfernsehens waren nur wenige nominiert gewesen, darunter Vox mit "Sing meinen Song". 2014 war die Show "Circus HalliGalli" auf ProSieben prämiert worden.

"Dieses Fernsehjahr war in ganz besonderer Weise vielfältig und zeigt erfreuliche Ansätze zu programmlichen Innovationen", sagte Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Künftig will sie mehr Schwerpunkte in der Unterhaltung setzen. Dazu zählt der Preis für WDR-1Live Wellenchef Jochen Rausch. Der Radiomann wird für die Mitentwicklung und Umsetzung des Formats "Mr. Dicks" geehrt.