Berlin/Leipzig (dpa). Durchatmen bei Verlagen und Buchhändlern: "Die Buchbranche hat die Wirtschafts- und Finanzkrise der vergangenen zwei Jahre gut bewältigt", sagte der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, zwei Wochen vor Start der Bücherschau (17. bis 20. März). Das zeige sich auch an den gestiegenen Ausstellerzahlen der Messe, sagte Zille gestern in Berlin.

In Leipzig werden 2150 Aussteller (2010: 2071) aus 35 Ländern ihre Neuheiten vorstellen. Zuwachs gibt es vor allem in den Bereichen Bildung, Kinder- und Jugendbuch, Comic und Sachbuch.

Bereits zum 20. Mal gibt es das parallel zur Messe organisierte Lesefest "Leipzig liest". Zu mehr als 2000 Veranstaltungen reisen rund 1500 Autoren aus dem In- und Ausland mit ihren neuen Werken an. Sie lesen an 300 verschiedenen Orten in der Stadt aus ihren Büchern.

Schwerpunktland der Messe ist Serbien. Obwohl Serbien Autoren von Weltrang wie Nobelpreisträger Ivo Andric, Aleksander Tisma und Danilo Kis hervorgebracht habe, sei das Land für deutsche Leser fast noch "terra incognita", so die Messe-Veranstalter. Das solle sich ändern.

Zur Buchmesse werden allein 30 serbische Titel neu ins Deutsche übersetzt.