Wolfsburg (dpa). Wenn Kunst und Mode aufeinandertreffen, knistert es – dieser These geht das Kunstmuseum Wolfsburg jetzt nach. "Art & Fashion – zwischen Haut und Kleid" heißt die neue Ausstellung, die von morgen an bis zum 7. August Werke von Grenzgängern der beiden Genres zeigt. "Kunst ist ein Reservoir für Architekten, Designer und Modemacher", betonte Museumsdirektor Markus Brüderlin.

Zu sehen ist beispielsweise ein knallrotes Kleid aus Tüll – es könnte der Traum eines jeden kleinen oder großen Mädchens sein, wären da nicht die Löcher, so groß wie Essteller, an einer Stelle, wo sie völlig deplatziert wirken. Die Modemacher Viktor & Rolf, auch Schöpfer des Brautkleides der niederländischen Prinzessin Mabel, haben die löchrige Robe geschaffen – sie wirkt wie ein Spiel der beiden mit ihrem eigentlichen Beruf.

Andere Künstler probieren ungewöhnliche Materialen aus – Schuhe aus Wachs oder Westen aus Menschenhaar gehören zu Ausstellungsstücken, die es zu entdecken gilt.

"Die meisten Objekte haben mit Kleidung wenig zu tun", erläutert Kuratorin Annelie Lütgens. Eines haben alle Werke gemeinsam – sie sind nicht alltagstauglich, wären allenfalls für den Auftritt einer Pop-Diva wie Lady Gaga geeignet.