Von F.-René Braune

Magdeburg. Eine wahrhaft "ausufernde Spielfreude" bescheinigte Bernd Kurt Goetz den drei Hengstmännern Frank, Sebastian und Tobias beim Pressegespräch zu deren neuem Programm "Schuld und Söhne". Goetz hat die Regie übernommen für eine Inszenierung, die Sebastian so beschreibt: "Wir haben uns die Frage gestellt, was wohl passieren würde, wenn die Politik das Kabarett ernstnimmt." Bruder Tobias ergänzt: "Die Konsequenz besteht darin, dass Sebastian und ich wegen unseres Treibens gesucht werden, und Schuld daran ist unser Vater Frank."

Der schaut in diesem Moment ein wenig überrascht drein und fügt hinzu: "Richtig, im Programm nennen wir das ein egomanisches Fußstapfensyndrom. Meine Söhne machen mich dafür verantwortlich, dass sie Kabarettisten geworden sind. Dieser Schuldfrage gehen wir satirisch nach und durchlaufen dabei verschiedene Stationen."

Der Regisseur sieht sich nach dieser Äußerung außerstande, das Gesagte nicht zu ergänzen, und tut dies so: "Natürlich wird das dramaturgische Spannungsfeld der Familie Hengstmann ironisch gebrochen, denn die Schuld des Vaters besteht ja nicht nur darin, dass seine Söhne das Gleiche geworden sind wie er, sondern auch darin, aus dem Osten zu kommen."

Dass aus all dem keine familiäre Selbsthilfegruppe, sondern politische Satire wird, darf vorausgesetzt werden. Natürlich bilde die Schuld-und-Söhne-Frage nur den dramaturgischen Rahmen für aktuelle politische Themen, natürlich wird es wieder viel Musik geben, und natürlich werden die drei beliebtesten Hengstmann-Figuren Manni, Malte, Matze und der Opa auf der Bühne zu erleben sein. Puppenspiel inklusive. Premiere ist am 3. März um 19.30 Uhr. Natürlich ausverkauft.