Leipzig (epd). Zum 20-jährigen Bestehen des Lesefestivals "Leipzig liest" werden rund 1500 Autoren an über 300 Orten ihre neuesten Werke vorstellen. Zu den eingeladenen Künstlern gehörten der Buchpreisträger Arno Geiger, der Dramatiker Rolf Hochhuth und der Leipziger Schriftsteller Erich Loest, teilte Buchmesse-Direktor Oliver Zille gestern mit. Die Veranstaltungsreihe, die parallel zur Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März läuft, ist nach Angaben der Messe "Europas größtes Lesefest".

Als die Veranstaltungsreihe 1992 startete, hätte noch niemand ahnen können, welche Entwicklung das Fest nehmen würde. Das 20-jährige Jubiläum wolle er "trotzdem nicht so hoch hängen", fügte Zille hinzu. "Es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um ein gutes und breites Programm, das für jeden etwas bietet, der sich für das Leben und das Lesen interessiert."

Als Schwerpunkthema werde sich in diesem Jahr das Land Serbien auf der Buchmesse präsentieren. Mit der Vorstellung von mehr als 40 serbischen Autoren sei es der "erste große Kultur-Auftritt im Westen seit den Balkan-Kriegen", hieß es. So wird unter anderem der mehrfache Preisträger und jüdische Serbe David Albahari vor dem Publikum lesen. Zum Start der Messe erscheinen auch rund 30 neue serbische Titel auf Deutsch.