München (dpa). Frischer Wind im Münchner Residenztheater: Der designierte Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels, Martin Kusej, hat radikale Veränderungen angekündigt. "Es muss etwas passieren, es muss ein Ruck durchgehen", sagte er. Kein einziges Stück aus der Ära Dorn, die sich vor allem durch texttreue Inszenierungen von Klassikern auszeichnete, will Kusej in seinen Spielplan übernehmen. Zeitgenössische Stücke sollen in Zukunft eine größere Rolle spielen.

Kusej wird die Intendanz in diesem Oktober offiziell von dem 75-jährigen Dieter Dorn übernehmen, der zehn Jahre lang an der Spitze des Theaters stand. Viele der bekannten, altgedienten Schauspieler übernimmt er nicht in sein Ensemble. Die neue Truppe will sich Anfang Oktober in einer Uraufführung dem Publikum präsentieren. Die Aufführung soll auch im Internet zu sehen sein. Eröffnen will der 49-jährige Österreicher seine erste Spielzeit als neuer Intendant am 6. Oktober mit Arthur Schnitzlers "Das weite Land", bei dem er auch Regie führt.

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