Berlin (dpa). Sieben Jahre nach der großen MoMA-Schau in Berlin stellt das New Yorker Museum wieder bedeutende Werke seiner Sammlung in der deutschen Hauptstadt aus. Unter dem Titel "Kompass" sind von heute an 250 Zeichnungen aus dem Museum of Modern Art zu sehen. Alle großen Namen der Nachkriegskunst sind bei der Schau im Martin-Gropius-Bau vertreten, wie die Ausstellungsmacher sagten. Darunter sind Werke von Jasper Johns, David Hockney, Robert Rauschenberg, Hanne Darboven, Jeff Koons, Rosemarie Trockel, Mona Hatoum, A. R. Penck, Neo Rauch, Donald Judd und Martin Kippenberger.

Die Schau zeigt Arbeiten, die zwischen dem Ende der 50er Jahre und der Gegenwart vor allem in den USA und Europa entstanden sind. Die Zeichnungen stammen aus der Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection, die insgesamt 2600 Arbeiten auf Papier von mehr als 600 Künstlern umfasst und im Jahr 2005 als Schenkung an das MoMA ging.

Die Ausstellung zeigt jetzt zum ersten Mal eine umfangreiche Auswahl von rund 120 Künstlern. Der Titel "Kompass" bezieht sich dabei auf das Navigationsgerät – aber auch auf den Zirkel als Arbeitshilfe der Zeichner, der im Englischen ebenfalls compass heißt. Zu den zeitgenössischen Künstlern, die in Berlin ausstellen, gehören zum Beispiel Arturo Herrera, Kai Althoff und Lucy McKenzie. Dazu kommen ganz neu in die Sammlung des MoMA aufgenommene Künstler wie Christian Holstad, Nick Mauss, Seb Patane und Amelie von Wulffen.