Berlin (dpa). Begeistert und mit minutenlangen Ovationen hat das Berlinale-Publikum am Mittwochabend die Deutschland-Premiere des britischen Films "The King‘s Speech" gefeiert. In einer Sondervorführung wurde das für zwölf Oscars nominierte Werk von Regisseur Tom Hooper im Friedrichstadt-Palast während der Filmfestspiele außer Konkurrenz gezeigt.

Die minutenlangen Ovationen und Bravo-Rufe galten vor allem den beiden Hauptdarstellern Colin Firth und Helena Bonham Carter, die den Film selbst in Berlin vorstellten. Er lief gestern in den deutschen Kinos an. Colin Firth in der Rolle des stotternden britischen Königs Georg VI., der mit Hilfe des unorthodoxen australischen Therapeuten Lionel Logue gegen seine Sprachbehinderung ankämpft, ist für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Firth rühmte die Berlinale als "unglaubliches Festival", bei dem er schon mehrmals zu Gast gewesen sei.

Regisseur Hooper erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Drehbuchs von David Seidler, der selbst als Kind gestottert habe. Sozusagen als Therapie hörte er die Radioansprachen von König Georg IV, der seinem Volk im Zweiten Weltkrieg Mut zusprach und zum Widerstand gegen Nazi-Deutschland aufrief. Dieser König, der durch eisernen Willen und mühevolles Üben sein Stottern überwand, sei für David zu seinem Helden und Vorbild geworden und habe ihn zu dem Drehbuch inspiriert.